Mein erstes Männerprojekt – eine Shorts

Ich habe das Buch „I love Jersey – nähen mit 1 Meter Stoff“ von Swantje Wendt gewonnen. Mehr darüber und was ich sonst noch so gewonnen habe, könnt ihr in meinem Artikel Mein Gewinn bei Makerist lesen. Das erste Projekt aus dem Buch war auch mein erstes Männerprojekt: eine Shorts für meinen Freund.

Da unser Urlaub kurz bevor stand und das Wetter auch endlich mal wieder schön werden sollte, war das eine gute Gelegenheit endlich mal etwas für meinen Freund zu nähen und da kam mir der Schnitt für eine Shorts aus dem Buch „I love Jersey – nähen mit 1 Meter Stoff“ sehr gelegen. „Die ist voll schön“ war das erste was mein Freund meinte, als die Hose fertig war. Das hat mich natürlich sehr gefreut, weil es mein größtes Ziel ist, dass meine selbstgenähten Sachen demjenigen gefallen, der sie auch tragen soll.

Der Stoff

Als Stoff war in dem Buch ein Meter Sommersweat oder dünner Sweat angegeben. Ich liebe zwar Stoffe über alles und könnte mir auch haufenweise kaufen, aber aus diversen Gründen versuche ich immer eher für aktuelle Projekte zu kaufen und nicht so viel Stoff auf Vorrat, ohne zu wissen, was ich damit nähen soll.

Da ich also keinen Stoff Zuhause hatte, der mir für dieses Projekt gefiel, kam es mir sehr gelegen, dass der Stoffencircus mal wieder in unserer Nähe war. Dort bin ich dann tatsächlich mit meinem Freund zusammen auf die Suche nach einem Stoff gegangen, der die richtigen Voraussetzungen für das Projekt hat und ihm auch noch gefiel.

Der schwarze Ankerstoff fiel uns direkt ins Auge und es war sehr schnell klar, der soll es werden. Für das Bündchen benötigte ich noch Kunstleder, Kordel und Ösen. Das Kunstleder und die Kordel habe ich ebenfalls beim Stoffencircus gekauft, die Ösen und das passende Ösenwerkzeug habe ich bei Snaply erstanden.

Das Schnittmuster

Ich verwende meistens Ebooks als Vorlage und  bei denen muss man die Schnittmuster ausdruckt und ausschneiden. Dabei ist das Zusammenkleben der einzelnen Blätter zwar manchmal auch etwas zeitaufwendig, aber es muss ja gemacht werden. Bei diesem Projekt hatte ich einen Schnittmusterbogen und musste mit Seidenpapier das Schnittmuster abzeichnen. Die Linien auf dem Schnittmusterbogen sind einfarbig und nur durch unterschiedliche Striche voneinander zu unterscheiden. Da es neun verschiedene Teile abzuzeichnen gab und die Teile sehr ineinander verschachtelt auf dem Schnittmusterbogen eingezeichnet waren, war das Abzeichnen sehr mühselig. Ich empfinde das Ausdrucken und Ausschneiden wie bei Ebooks etwas schneller und irgendwie auch etwas genauer, aber schlussendlich habe ich es dann doch geschafft.

Trotz genauem Lesen der Hintergrundinformationen, habe ich leider überlesen, dass die Nahtzugabe nicht im Schnittmuster enthalten ist. Am Einfachsten ist es die Nahtzugabe schon beim Abzeichnen aufs Seidenpapier hinzuzufügen. Da ich dies jedoch nicht getan habe, musste ich sie beim Übertragen auf den Stoff noch hinzufügen. Das war dann doch etwas mühselig. Ich finde Schnittmuster bei denen die Nahtzugabe enthalten ist, immer besser, da man dann schneller mit seinem Projekt beginnen kann.

Naja, aber dann konnte ich endlich mit dem Zuschneiden der einzelnen Teile beginnen. Ich habe mir vor kurzem einen Rollschneider und eine Schneidematte zugelegt und muss sagen, dass das Zuschneiden tatsächlich etwas leichter geht als mit der Stoffschere.

Endlich ran an die Nähmaschine

Ich weiß, dass die Vorarbeiten auch erledigt werden müssen, aber ich bin immer froh wenn das ganze Kleben, Übertragen und Zuschneiden endlich erledigt und ich mich an die Nähmaschine begeben kann. Das Nähen der Shorts ging dann auch ziemlich schnell. Die Beschreibung des Umschlags fand ich etwas kompliziert und benötigte zwei Ansätze bis ich ihn richtig angenäht habe, aber mit dem Ergebnis bin ich nun zufrieden.

Das Bündchen anzunähen war kein Problem und auch der Einsatz aus Kunstleder lies sich leicht verarbeiten, jedoch war das Projekt auch das erste bei dem ich Ösen eingesetzt habe. Mit dem Ösenwerkzeug von Prym und der Erklärung von Snaply war das Einsetzten jedoch echt ein Kinderspiel und schnell erledigt. Ich habe jedoch die Festigkeit des Kunstleders unterschätzt und leider ist eine der beiden Ösen ziemlich schnell ausgerissen und das Kunstleder an der Stelle eingerissen. Jetzt muss ich mir noch eine Lösung überlegen, wie ich die Stelle im Nachhinein noch retten kann. Ich denke ich werden versuchen noch nachträglich einen Snaply Wonder Dot auf die Rückseite zu bringen und die Öse wahrscheinlich mit Sekundenkleber fixieren. Ich hoffe das es dann hält und werde beim nächsten Mal auf jeden Fall auch Kunstleder verstärken.

Mein erstes Männerprojekt – Tragebilder der Shorts

 

 

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